Chelat-Therapie

Als Chelat-Therapie wird die therapeutische Anwendung von Chelatbildnem bezeichnet. Dabei werden Komplexbildner wie Natrium-EDTA, DMSA, DMPS oder Zink-DTPA als Infusion verabreicht, um toxische Metalle aus dem Körper zu entfernen.

Metalle sind ein zentrales Element unseres Körpers. So spielen sie nicht nur eine Schlüsselrolle in der Menschheitsentwicklung, auch unser Organismus wird durch viele Metalle erst lebensfähig. Magnesium beispielsweise ist unverzichtbar für die Energiegewinnung in den Zellen und erst Zink ermöghcht viele Signalübertragungen in den Zellmembranen. Beim Eisen ist es komplizierter. Eisen ist einerseits unverzichtbar – z.B. bei Anämien, Schwäche, mangelnder Energie. Andererseits ist ein Übermaß eher schädlich, da hierdurch u.a. eine Gefäßverkalkung, eine Arteriosklerose gefördert werden kann.
Es gibt jedoch hochgiftige Metalle, die unseren Organismus schädigen, wie Quecksilber und Arsen, auch Blei oder Cadmium. Sie verdrängen lebenswichtige Metalle wie Zink, Calcium oder Magnesium aus unserem Zellsystem und verhindern so, dass ihre lebenswichtigen Funktionen wahrgenommen werden können. Herzinfarkte, Schlaganfälle und Tumore können die Folge sein. In der modernen Medizin wird der Bedeutung von Metallen als krankmachenden Faktoren eine zunehmende Beachtung beigemessen.

Mit der Chelat-Therapie kann der Organismus von Metallrückständen befreit werden und kann so seine Kraft, Gesundheit und Leistungsfähigkeit zurückerhalten. Dieses geschieht mit dem Einsatz der obengenannten Chelate (aus dem Griechischen „Chele“ = Schere). Diese chemischen Substanzen binden mit ihrer unterschiedlichen Struktur die verschiedenen toxischen Metalle an sich und werden damit über die Nieren auf naürlichem Weg ausgeschieden.
Zu Beginn des Behandlungsvorgangs kann als Erstes eine Schwermetallmessung im Urin vorgenommen werden, sodann, gleich am selben Tag, eine Testung 2 Stunden nach der ersten Infusion, um die Höhe der ausgeschiedenen Schwermetaile festzustellen. Entgiftet und befreit erleben viele Patienten bereits nach wenigen Sitzungen eine spürbare Verbesserung ihres Gesundheitszustandes.
Normalerweise sollten bei einer deutlichen Schwermetallbelastung 10 bis 20 Therapiesitzungen angesetzt werden, bei 2 Therapiesitzungen pro Woche.
Um einen therapiebedingten Mangel an Mineralstoffen zu vermeiden, stellt in unserer Praxis jede dritte Infusion eine Behandlung mit Mineralstoffen, Spurenelementen, Magnesium und ggfs. Vitaminen dar. Nach 10 Sitzungen folgt in der Regel ein Schwermetall-Zwischentest.

Die Chelat-Therapie gilt – bei Einhaltung der Chelat-abhängigen Infusionsdauer – als nebenwirkungsarm. Gelegentlich können jedoch, wie bei jeder wirksamen Therapie, leichte Nebenwirkungen auftreten, die in aller Regel nach kurzer Zeit wieder abklingen, wie Kältegefühl, Müdigkeit, leichter Schwindel, Hautreaktionen, Kopfschmerzen, Übelkeit.

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